So sauniert ihr richtig – Die wichtigsten Saunaregeln

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Was gibt es Schöneres, als bei einem Besuch im Spa zu entspannen und bei ausgedehnten Saunabädern einfach mal abzuschalten? Das ist die pure Erholung!

Doch nicht nur das – beim Schwitzen in der Sauna erholt sich euer Körper, wird gereinigt und das Immunsystem gestärkt. Wenn ihr regelmässig sauniert, seid ihr deshalb weniger anfällig für Erkältungen und stärkt ausserdem euer Herz-Kreislauf-System. Aber Achtung: Wenn sich gerade eine Erkältung ankündigt oder ihr bereits eine habt, solltet ihr auf das Saunabaden verzichten!
Auch nach dem Sport lohnt sich ein Saunagang: er lockert Muskeln, fördert die Regeneration und beugt Muskelkater vor.

Damit euer Sauna-Bad zum perfekten Erlebnis wird, solltet ihr allerdings ein paar Regeln beachten:

Ich packe meine Sauna-Tasche und nehme mit…

…natürlich unbedingt ein grosses Handtuch zum Draufliegen, damit dein Schweiss nicht mit den Holzbänken der Sauna in Berührung kommt. Ausserdem noch ein weiteres Handtuch zum Abtrocknen, Badeschlappen und alles was du zum Duschen brauchst. Ein Bademantel ist für mich auch ein absolutes Muss, da man sich beim Entspannen zwischen den Saunagängen wunderbar darin einkuscheln kann.

Vor dem Saunabaden

Achtet darauf, dass ihr nicht mit leerem Magen in die Sauna geht, da euer Kreislauf sonst schlapp machen könnte. Allerdings solltet ihr davor auch kein 5-Gänge-Menü verspeisen. Ein voller Magen kann in der Sauna zu Unwohlsein führen. Am besten ist eine leichte Mahlzeit ca. eine Stunde vor dem Saunagang, wie zum Beispiel ein Salat oder ein Vollkorn-Sandwich mit Gemüse. Falls ihr direkt davor hungrig werdet, könnt ihr noch zu etwas Früchte oder einem Müesliriegel greifen. Vor und zwischen den Saunagängen genügend trinken ist natürlich selbstverständlich.

Vor dem ersten Saunagang ist ausserdem eine Dusche ein absolutes Muss! Und das nicht nur der Hygiene wegen: beim Duschen wird der Fettfilm auf der Haut entfernt, der das Schwitzen beeinträchtigen könnte. Wenn die Haut trocken ist, kommt ihr schneller ins Schwitzen – deshalb danach unbedingt richtig abtrocknen. Wer noch schneller ins Schwitzen kommen möchte, kann nach der Dusche ein warmes Fussbad nehmen, denn das erweitert die Blutgefässe zusätzlich.

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Beim Saunieren

Ruhe ist in der Sauna oberstes Gebot – es ist ja ein Ort der Entspannung!
Wenn ihr zum ersten Mal in die Sauna geht empfehle ich euch, euch so weit unten wie möglich hinzulegen oder hinzusetzen. Da die heisse Luft nach oben steigt ist es auf den oberen Plätzen um einiges wärmer als unten. Wenn es für euch angenehm ist, könnt ihr natürlich weiter oben Platz nehmen.

Ein Saunagang dauert etwa 8 bis 15 Minuten. Hört dabei auf euren Körper: Sobald ihr euch unwohl fühlt, solltet ihr den Saunagang sofort unterbrechen. Falls ihr während des Saunagangs liegt, setzt ihr euch am besten nochmal aufrecht hin, bevor ihr aufsteht, sodass sich euer Kreislauf wieder an diese Haltung gewöhnen kann.
Um dem Körper die volle Dröhnung an Entspannung zu geben, sollte man zwei bis drei Saunagänge machen.

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Für viele ist der Aufguss das Highlight, bei dem Wasser auf die heissen Steine geschüttet wird. Dieser wird nach etwa 5 Minuten „Vorschwitzphase“ durchgeführt. Meistens enthält das Wasser besondere ätherische Öle oder Mineralsalze, die das Entspannungsgefühl noch einmal intensivieren sollen. Da sich die Luftfeuchtigkeit beim Aufguss um etwa 20 Prozent erhöht, steigt die Hitze für einige Minuten nochmal stark an. Während des Aufgusses sollte die Saunatüre nicht geöffnet werden. Wenn ihr euch den starken Hitzereizen nicht aussetzen wollt, solltet ihr die Sauna also vorher verlassen.

Nach dem Saunieren

Um den gesundheitsfördernden Effekt zu garantieren, folgt auf das Saunabad die Abkühlphase. Aber Achtung: Ihr solltet nicht gleich in das Eiswasser-Becken steigen, da der Temperaturunterschied  zu stark wäre. Am besten geht ihr zuerst für ein paar Minuten an die frische Luft, um Sauerstoff zu tanken. Das macht zudem eure Atemwege frei. Danach geht’s am besten bei kaltem Wasser unter die Dusche. Braust euch langsam ab und beginnt dabei an den Füssen und Beinen und geht langsam in Richtung Herz. Wenn ihr nicht unter Bluthochdruck leidet, könnt ihr jetzt noch kurz in das Eiswasserbad und euch erfrischen. Dabei solltet ihr aber nicht länger als zehn Sekunden im Becken bleiben.

Nach der Abkühlung kommt die Ruhephase. Ich liebe es, mich im Ruheraum in meinen Bademantel zu kuscheln, meine Füsse schön warm einzupacken und ein gutes Buch zu lesen. Oft mache ich auch einfach die Augen zu und döse vor mich hin. Wie ihr eure Ruhephase gestaltet, bleibt natürlich euch überlassen, aber ihr solltet mindestens 20 Minuten Pause zwischen den einzelnen Saunagängen machen, um den Körper zu erholen. Achtet darauf, dass ihr zwischen den Saunabädern genug Wasser aufnehmt um euren Wasserhaushalt wieder aufzufüllen – am besten sind Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Tee. In vielen Wellness-Hotels oder Thermen steht dies den Gästen normalerweise kostenlos zur Verfügung.

Da euer Körper nach dem Saunieren sehr erholt und der Kreislauf heruntergefahren ist, solltet ihr direkt danach auf sportliche Aktivitäten verzichten.

Nun kann eurer puren Erholung nichts mehr im Wege stehen!

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Viel Spass beim Schwitzen!


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